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Innerhalb von 5 Minuten vor Ort: BRK Hilfsfrist für den Faschingszug

Zwei Sanitäter in BRK-Kleidung, mit dem Rücken zur Kamera, die den Faschingszug beobachtenStefan Schwarz

Für den BRK-Kreisverband von Stadt und Landkreis Würzburg ist es traditionell der größte Sanitätsdienst des Jahres: Beim großen Würzburger Faschingszug am Sonntag stehen über 70 ehrenamtliche Sanitäter mit 22 Einsatzfahrzeugen bereit, um Erste Hilfe zu leisten und erforderlichenfalls Leben zu retten. Jeder Notfall in der Altstadt soll während des Faschingsumzuges innerhalb von fünf Minuten zu erreichen sein.

Auch bei Notfalleinsätzen abseits des Faschingstreibens, also z.B. bei einem Herzinfarkt oder einem Sturz in der Privatwohnung, werden während des Faschingszugs die Freiwilligen des Roten Kreuzes als Ersthelfer alarmiert. „Die Einsatzleitung des Sanitätsdienstes und die Integrierte Leitstelle sind deshalb eng verzahnt“, so Stefan Dietz, als vorbestimmter Organisatorischer Leiter - verantwortlich für die Planung des Sanitätsdienstes. 

Gemeinsames Ziel von BRK und Integrierter Leitstelle Würzburg ist es, möglichst jeden Einsatzort in der Altstadt innerhalb von fünf Minuten mit Einsatzkräften und Equipment erreichen zu können. Während des Faschingszuges prüfen die Disponenten der ILS bei eingehenden Notrufen, ob Einsatzkräfte des Sanitätsdienstes parallel alarmiert werden sollten, um das therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu verkürzen. 

Die Integrierte Leitstelle Würzburg weiß aus Erfahrung, dass am Faschingssonntag viele Notrufe eingehen und etwa doppelt so viele Rettungsdiensteinsätze zu disponieren sind als an anderen Sonntagen. Deshalb hat der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Würzburg das Rote Kreuz, die Malteser, die Johanniter und den RKT mit der Vorhaltung weiterer Rettungswagen beauftragt. Zur Verstärkung wird auch ein zusätzlicher Notarzt am Sonntag mit einem Einsatzfahrzeug des BRK im Dienst sein. 

BRK Einsatzleiter Sanitätsdienst, Christoph Brönner, richtet im Vorfeld zu den Faschingszügen einen wichtigen Appell an die Faschingstreibenden: „Wenn sich ein Einsatzfahrzeug den Weg durch die Menschenmengen bahnt, kann jede Minute entscheidend sein. Macht uns deshalb immer schnell den Weg frei!“ 

Fast immer ist Alkohol im Spiel, wenn Patienten von den Sanitäterinnen und Sanitätern an den Faschingszügen versorgt werden müssen. Dr. Maximilian Kippnich, stellvertretender Chefarzt des BRK-Kreisverbandes, erinnert deshalb daran, dass Bewusstlose immer in Lebensgefahr sind, auch wenn Alkohol die Ursache sein sollte: „Eine Person, die nicht erweckbar ist, muss – sofern sie noch atmet – in die stabile Seitenlage gebracht werden. Wenn keine Atmung vorhanden ist, sollte unmittelbar mit der Herzdruckmassage begonnen werden. In jedem Fall muss umgehend über die Notrufnummer 112 der Rettungsdienst verständigt werden.“ 

Stefan Dietz weiß aus seinen über 30 Jahren Erfahrung, dass es die Ehrenamtlichen des Sanitätsdienstes am Sonntag vor allem mit sturzbedingten Verletzungen und Alkoholvergiftungen zu tun haben werden. „Eine große Gefahr für die Besucher wie auch für die Einsatzfahrzeuge sind auch immer die vielen Glasscherben“. Sein Appell dazu: „Bitte nutzt die eigens für den Faschingszug aufgestellten Container und Mülleimer“.

Am Sonntag werden die ehrenamtlichen Sanitäter des Würzburger BRK durch freiwillige Kräfte der Malteser und der Johanniter unterstützt. 

Der Faschingszug am Sonntag in Ochsenfurt ist nach den langjährigen Erfahrungen für das BRK ruhiger und wird mit 25 Sanitätern und vier Einsatzfahrzeugen sanitätsdienstlich abgesichert.

Beim Heidingsfelder Faschingszug am Dienstag werden 50 Sanitäter und elf Fahrzeuge entlang der Strecke im Einsatz sein. Weitere Faschingszüge im Landkreis Würzburg werden von den örtlichen Rotkreuz-Gruppen abgesichert.

BRK Vorsitzender Landrat Thomas Eberth und Kreisbereitschaftsleiter Markus Bauer freuen sich dieses Jahr ganz besonders auf die Faschingsumzüge und -veranstaltungen in Stadt und Landkreis Würzburg. „Bei all den Herausforderungen ist es umso wichtiger, dass wir auch das Lachen und Fröhlichsein nicht vergessen. Ohne das ehrenamtliche Engagement unserer Faschingsvereine, Feuerwehren und Hilfsorganisationen wäre das sicher nicht möglich!“


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